Bloggerwandern in der Pfalz

Foto:Karin Hünerfauth-Brixius

Das Pfälzer Bergland liegt direkt vor meiner Haustür. Deshalb war auch klar das ich zu dieser Veranstaltung wandern werde. Treffpunkt war das Cafe Max in Winnweiler. Die Rheinland- Pfalz Tourismus GMBH hatte  in Kooperation mit Pfalz Touristik e.V. 19 Blogger und Bloggerinen aus ganz Deutschland eingeladen, sich ein wenig das Pfälzer Bergland anzuschauen. Natürlich konnten wir nicht in 2 Tagen den 112 Kilometer langen Pfälzer Höhenweg erwandern, aber das war auch nicht die Absicht dieser Veranstaltung. Der in 7 Etappen aufgeteilte lange Prädikatswanderweg startet in Winnweiler und endet in Wolfstein. Wir durften die ersten Kilometer dieses schönen Wanderweges laufen bevor wir nach ca 7 Kilometern auf den Trekkingplatz Imsbach ankamen, wo wir unser Nachtlager aufschlugen.

winnweiler
Winnweiler von der kreuzkapelle aus gesehen

Der Startpunkt ist in Winnweiler am Bahnhof. Von dort aus geht es erst einmal hoch zur Kreuzkappelle. Dort oben angekommen hat man die erste tolle Aussicht auf die Ortschaft Winnweiler. Über einen schönen Wanderweg geht es dann Richtung Imsbach. Die Ortschaft Imsbach streifen wir nur kurz, bevor es wieder in den schönen Mischwald geht. Wenn man genau hinschaute, konnte man die ersten Verfärbungen an den Blättern der Bäume sehen. Also hier steht der Herbst vor der Tür. Wer möchte, kann gerne in Imsbach noch das Bergbaumuseum  (Öffnungszeiten beachten ) besuchen. Auf diesen bis hier her gelaufenen 6,5 Kilometern haben wir schon den höchsten Punkt dieser Etappe hinter uns gelassen. Dieser lag  bei 423 Höhenmetern. Nun geht es noch einmal bergauf, ca 1 Kilometer bis wir am Trekkingplatz angekommen sind. 

Der Trekkingplatz Imsbach liegt schön versteckt in einer Senke und etwas abseits vom Pfälzer Höhenweg, so dass 

 er nicht sofort gefunden wird. Dieser Trekkingplatz ist einer von inzwischen 13 Stück, die es in der Pfalz gibt. Über die Webseite www.trekking-pfalz.de kann man für 10 Euro einen Zeltplatz buchen.  Jeder  Platz ist auf sechs Zelte begrenzt. Absolute Ausnahme und einmalig war, das der Platz  für uns für mehr Zelte vom Veranstalter freigegeben wurde. Ich kann mit Sicherheit sagen, das es auch wesentlich schöner und sinnvoller ist, wenn nur sechs Zelte auf so einem Platz stehen und nicht so wie heute, so viele da sind. Weniger ist in diesem Fall mehr Naturerlebnis. Schön war es trotzdem, denn ich war wieder draußen in der Natur. Nach dem jeder sein Lager aufgeschlagen hatte, ging es zum Sundowner auf die nahe gelegene Kupferberg Hütte. Vor einer herrlichen Naturkulisse durften wir hier einiges von Martin Leister über das Bier brauen und Schnorres Bier erfahren. Und es war echt lecker kann ich nur sagen. Im Hintergrund wurde gegrillt. Aber nicht einfach nur so, nein da grillte der Förster Dieter Gass für uns Spezialitäten. Zuerst gab es viele kleine pikante Vorspeisen , so etwas wie Lachs am Brett („Feuerlachs“ oder „Flammlachs“ ) Champignons mit Kräuterbutter und Olive direkt aus der Glut, Hirtenkäse im Wirsingblatt,  Limburger im Wirsingmantel aus der Glut, gegrillte Rehkeule, Aschebraten vom Rehrücken,Gulasch vom Wildschwein, Kartoffeln von der “Murika“ ,l eglade des moules (Miesmuscheln mit Strobenzapfen erhitzt) Schokobanane. "So jetzt hab ich wieder Hunger"

Draußen wurde es inzwischen nicht nur dunkel, sondern so langsam kam auch die Kälte.  Ein schöner Tag und gemütlicher Abend ging zu Ende. Nun war es an der Zeit uns mit unseren Taschenlampen zu bewaffnen und zurück zum Trekkingplatz zu gehen.

Die, die noch nicht so müde waren konnten bei einen Glas Wein oder Bier noch den Gitarrenklängen von Karin lauschen, während andere sich zurück in Ihr Zelt zogen, in der Hoffnung die Nacht würde nicht so kalt und lang werden.

Am nächsten Morgen gab es ein leckeres Frühstück  mit Marmelade, Wurst, Käse  verschiedene Brotsorten Kaffee und Tee. Nach dem das Frühstück beende war und alle ihr Zelte wieder abgebaut hatten, machte wir uns auf zum nächsten Abenteuer. Die Teufelstour stand auf dem Programm. Startpunkt war der Bahnhof von Olsbrücken. Dort wartete Mario Marx unser Wanderführer auf uns. Er erzählte uns viel von der Gegend und obwohl das meine Heimat ist, wusste ich nicht das der Sandstein von hier im Deutschen Reichstag in Berlin verbaut wurde. Das die Steinbrüche ab und zu wieder aktiviert werden um neue Sandsteinblöcke zu bergen. Über schmale Pfade ging es weiter nach Eulenbis. Dort stand eine Besichtigung des Beerewei(n)museums an. Hier wird der Wein nicht aus Trauben gemacht, nein dieser Wein wird aus einer speziellen Sorte Birnen hergestellt. Wer hier einmal herkommt, sollte unbedingt eine Museumsführung bei Arnold Jung buchen. Wir hatten viel gelacht.

 

So verging die Zeit und wir mussten weiter. Nach dem wir die letzten fünf Kilometer geschafft hatten waren wir im Ort Sulzbachtal angekommen und unsere 15 Kilometer lange Teufelstour endete hier. Die Teufelstour mit den teuflischen Anstiegen und höllisch schönen Aussichten ist kein Rundwanderweg.  Aber Start und Zielpunkt liegen an einem Bahnhof. Also doch gut erreichbar. Den Rest des Tages durften wir in Otterberg im Hotel Otterberger Hof genießen. Dort erfuhren wir einiges über das Weingut Nett aus  Duttweiler/Pfalz. Auch hier verging die Zeit viel zu schnell.

 

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Kommentare: 3
  • #1

    Anja (Samstag, 23 September 2017 08:36)

    Hallo Hubert,
    ein klasse Bericht zu einem wirklich schönen Wochenende. Ich werde in jedem Fall noch einmal in die Pfalz fahren, um die verpasste Teufelstour nachzuwandern.
    Liebe Grüße Anja

  • #2

    Jens (Samstag, 23 September 2017 16:28)

    Hey Hubert,
    Schöner kurzweiliger Bericht über die Teufelstour. Die Fotos zeigen, dass es eine schöne Wanderung und auch ein schönes Wochenende war.

  • #3

    Anita und Claudia (Montag, 25 September 2017 21:13)

    Huhu Hubert,
    einen schönen Bericht hast du da verfasst! Es war ein tolles Wochenende, und wir haben uns sehr gefreut,dich mal live erlebt zu haben. :-)
    Unser Bericht ist nun auch da - und deswegen dürfen wir nun auch deinen lesen.
    Liebe Grüße aus dem Hunsrück
    Anita und Claudia