Die Mehlinger Heide

Als Kind und Jugendlicher kannte ich eigentlich nur die Lüneburger Heide. Aber auch nur von hören sagen. Jedenfalls kann ich mich nicht daran erinnern, jemals dort gewesen zu sein. Das ganz in der Nähe von meinem Wohnort Kaiserslautern auch eine der größten Heidegebiete war, erfuhr ich sehr spät. Ich kannte bis dahin nur den Truppenübungsplatz Fröhnerhof. Für mich ein Militärgebiet das Tabu war.

Ein Überbleibsel aus der Vergangenheit. Der Eingang von einen Schützenbunker

Bedingt durch den kalten Krieg wurde 1912 ein 92 Hektar großes Waldgebiet an die Militärverwaltung der Stadt Kaiserslautern abgegeben. 1937 wurde ein weiteres Waldstück da zugenommen und seit 1938 als Truppenübungsplatz von der Wehrmacht genutzt. Nach dem der zweite Weltkrieg 1945 verloren war, fiel das Gebiet in die Zuständigkeit der Französischen und amerikanischen Besatzungsmächte. Dort wurden bis 1994 immer wieder Truppenübungen durchgeführt. Als 1991 der kalte Krieg zu Ende war, bekam die Stadt Kaiserslautern 1994 das Gebiet wieder zurück

Aus dem landschaftlich zerstörten Gebiet durch die Militärübungen wurde die Mehlinger Heide. Aus Sicherheitsgründen sollte man sich in diesem Gebiet nur auf den ausgewiesenen Wegen bewegen, da das Gebiet noch nicht komplett auf Blindgänger abgesucht wurde. So steht es jedenfalls auf Warntafeln am Wegesrand. Es dauerte bis 2001 bis das Gebiet endgültig zum Naturschutzgebiet erklärt wurde. Die rund 410 ha große Mehlinger Heide ist mit ca 150 ha Heidelandschaft die größte zusammenhängende Heide nach der Lüneburger Heide, die in Norddeutschland liegt.

Das Gebiet ist Lebensraum von zahlreichen verschiedenen Pflanzen, Tieren und Insekten. Sehr beliebt und gut besucht ist das Naturschutzgebiet ist auch als Erhloungsgebiet für uns Menschen.

Kommentar schreiben

Kommentare: 0