Meine Buschbadewanne

Viele fragen sich wie geht das, so zu leben ohne Strom und fließend Wasser. Ich für meinen Teil muss sagen, es geht sehr gut. Klar es geht alles etwas langsamer  und einiges geht überhaupt nicht, aber das braucht man dann auch nicht zum Leben. Das ist dann unser Luxus. Für Wärme in der Hütte sorgte der Holzofen. Und wenn du morgen aufgestiegen bis war deine erste Tat diesen wieder anzuzünden wenn er über Nacht ausgegangen ist. Einen Fernseher habe ich überhaupt nicht vermisst. Dafür habe ich Bücher gehabt. Ich habe noch nie so viel gelesen wie dort. Licht spendetet mir Kerzen oder Öllampen. Also alles machbar. Gewaschen hast du dich mit einer Waschschüssel. Wenn es draußen schön war konntest du dich auch mal mit dem fünf Liter camping dusch Beutel zwei Minuten Duschen. Du musstest dich halt beeilen. Wenn du unbedingt in eine Badewanne steigen wolltest, war das dann, nicht mehr so einfach. Entweder hast  du Dir in Tatla Lake im Restaurant Graham Inn ein Bad für fünf Doller gemietet, oder Du hast gebadet wenn du in der Stadt über Nacht in ein Motel eingecheckt hast. Was anderes gab es nicht. Nicht bis mir die rettende Idee kam , diesen Punkt zu ändern. Vorher muss du wissen, das die Kanadier zu diesem Zeitpunkt nicht viel vom Umweltschutz hielten, wie das heute ist weiß ich nicht , aber ich hoffe viel besser. So hatte fast jeder Haushalt seine eigene Müllkippe auf dem Grundstück. Man glaubt es kaum, aber auch an den Hütten fünfzehn kilometer im Busch war das so. Die Vorgänger hatten wirklich alles dort in eine Ecke geworfen. Sogar zwei alte Autowracks standen dort. Ganz klar das mich das sehr störte und ich begann eines Tages alles wegzuschaffen und auf die Öffentlich Mülldeponie zu fahren. Es war keine sehr schöne Arbeit aber sie musste ja gemacht werden. Unter anderem fand ich dort eine alte Stahlbadewanne. Frage mich bitte nicht wie die da hingekommen ist und wer auf diese Idee gekommen ist die dort abzuladen. Auf jeden Fall war Sie da. Und jetzt muss ich sagen zu meinem Glück. Den sie war der Schlüssel zu meinem schönsten Badezimmer auf der Welt. Als ich sie entdeckte war mir sofort klar, die bleibt da. Ich braucht auch nicht lange zu überlegen, denn ich wusste gleich was ich mit ihr mache. Zwei Baumstücke, Badewanne drauf , Wasser rein  fertig. Ach nein das Wasser musste ja noch erwärmt werden, also Feuer drunter.

Das Bild zeigt den ersten Versuch. Das mit dem Schlauch hat dann nicht so geklappt da das Gefälle von der Quelle bis zur Wanne nicht groß genug war. Ich musste die Wanne dann mit den Wassereimern füllen. Es war eine schweißtreibende Arbeit. So zwischen vierzig und fünfzig Eimer brauchte es um die Wanne zu füllen. Alleine dadurch hatte man sich ein Bad verdient. Das erste mal als ich in die Badewanne eingestiegen bin war ich auch schneller wieder draußen als drin, den der Boder der Wanne war viel zu heiß. Es braucht schon ein paar Testläufe bis ich heraus fand, wie was am Besten funktionierte. Doch dann hatte ich den Dreh raus und konnte das Feuer so löschen das es nicht komplett aus war, aber auch den Boden der Wanne nicht zu heiß wurden. Als alles so klappte wie ich mit das vorgestellt hatte, stellte ich die Wanne um und machte mir das schönste Badezimmer der Welt.