Mullertal Trail Route 2

Einer der bekanntesten Wanderwege in Luxemburg ist wohl der Mullertal Trail. Der Trail ist insgesamt 108 Kilometer lang und in drei Routen unterteilt. Route 1 ist ca 38 km lang . Route 2 ist 33 km lang und Route 3 hat eine Länge von ca 37 km . Zusätzlich gibt es noch viele Extra Touren die man wandern kann, mit unterschiedlichen längen und Schwierigkeitsgrade. Ich habe mit meinem Wanderkollegen Kevin die Route 2 gewählt. Wir parkten unser Auto in Echternach an der Jugendherberge und begaben uns dann Quer durch Echternach an den Startpunkt der Tour. Gleich zu beginn, ging es steil bergan bis zum höchsten Punkt des Berges. Von dort aus, hat man einen tollen Blick ins Tal .

Weiter ging es auf einem schönen Weg der bald zu einem schmalen Pfad wurde. Die ersten großen Felswände ließen nicht lange auf sich warten. Ich merkte aber auch ziemlich schnell das dies keine Flachland Tour war. Immer wieder ging es bergan und bergab. Vorbei an riesigen Felsen und durch große Felsspalten. Mit einem breiten Rucksack der für zwei Tage gepackt war konnte es da schon mal eng werden.

 

Am Amphitheater "Breechkaul" machten wir unsere erste Pause. Dort wurden früher Mühlsteine aus dem Felsen gehauen und so entstand ein ausgehöhter Felsen. 1997 wurde dann dort das Amphitheater "Breechkaul " errichtet. Im Sommer finden dort immer wieder Konzerte statt.  Über die Grenzen hinaus bekannt ist die "Berdorfer Hubertusmesse"  die jedes Jahr am 1. Sonntag nach dem 2 November dort stattfindet.

Nach der Pause geht es weiter, immer auf  dem Trail entlang. Nachmittags wurden wir durch ein Gewitter zu eine Zwangspause gezwungen, die uns aber auch sehr gut tat. In einer Felsspalte fanden wir Schutz um unsere Asia Nudeln zu kochen. Gestärkt ging es nach dem kurzen Gewitter weiter. Die riesigen Felsen schienen hier über all zu sein, und immer wieder konnte man wenn man wollte, eine kleine extra Tour auf einen Aussichtspunkt machen. Im Ort Mullertal  füllten wir in der Touristen Info  unsere Wasservorräte auf. Außerdem hatten wir die Gelegenheit genutzt uns das alte Mühlrad anzuschauen welches dort im Keller steht. Leider führte der Bach nicht genügend Wasser um es anzutreiben. Inzwischen war es ungefähr schon 16.00 Uhr .Wir wollten heute noch so weit  wie möglich kommen, um morgen einen entspannten Abschluss zu haben. Um sechs Uhr wurden wir dann durch ein zweites Gewitter, was länger und stärker war gezwungen unter einem Felsvorsprung unser Nachtlager aufzuschlagen. Der Abend wurde kurz, was essen und dann ab in den Schlafsack.

Die Nacht war ruhig und wir hatten gut geschlafen. Zum Frühstück gab es von Summit  to Eat Rührei mit käse aus der Packung und Speck. Beim Frühstück erwähnte Kevin so neben bei " Packe so eng wie möglich, wir müssen durch drei ende Felsspalten. Die haben es in sich." Ich dachte mir nicht viel dabei, aber es war ein guter Rat und ich war froh darauf gehört zu haben. Als wir loszogen hing der Nebel noch in den Bäumen. Es ging wie schon am Tag davor, rauf und runter . Dann war sie da, die erste richtig Felsspalte. Ups die ist ja wirklich eng, dachte ich bei mir. Aber es ging noch enger wie mir die 2, etwa 50 Meter lange Felsspalte bewies. Wir holten unsere Rucksäcke von unseren Schultern und schoben sie vor uns her, durch die wirklich engen Spalten. An der 3 Felsspalte konnten wir unsere Rucksäcke vorher deponieren und holten diese später nach der Besichtigung wieder. Das war wirklich ein schönes Erlebnis.

Die Besichtigung der tollen Felsen hatte uns viel Zeit gekostet und so mussten wir ein wenig auf das Tempo drücken. Die restlichen Kilometer machen wir mit links, so dachten wir und wurden eines Besseren belehrt. Der Weg zog sich und schien nicht mehr enden zu wollen. Nach 4 Stunden hatten wir gerade einmal 7 Kilometer geschafft.

In Scheidgen legten wir noch einmal eine Pause ein, bevor wir die letzten 7 Kilometer angingen. Auch diese zogen sich wie Kaugummi. Noch ein Berg, noch mal runter ins Tal. So langsam gingen nicht nur die Kräfte dahin, nein Kevin hatte gar kein Wasser mehr und bei mir war es auch nur noch ein kläglicher Rest. Wir ließen uns aber nicht unter kriegen und schafften es dann auch noch glücklich und zufrieden ans Auto.

Ich muss sagen es war wirklich trotz der Anstrengungen sehr schön und irgendwann werden wir uns noch einmal Zeit nehmen und wieder den MULLERTALTRAIL ROUTE 2 laufen.

Wenn du uns noch einmal visuell begleiten möchtest kannst du das hier gerne machen.

 

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